Martin Walsers "Ein liebender Mann": Hörspiel-Premiere in hr2-kultur

"Bis er sie sah, hatte sie ihn schon gesehen. Als sein Blick sie erreichte, war ihr Blick schon auf ihn gerichtet." Mit diesen Sätzen beginnt Martin Walsers Roman über Goethes letzte Liebe, seine Romanze mit Ulrike von Levetzow, nach deren Ende die "Marienbader Elegie" entstand. Jetzt ist Walsers Erzählung erstmals als Hörspiel zu hören.

Begegnet sind sich der 73-jährige Geheimrat und die 19-jährige Schülerin Ulrike von Levetzow in Marienbad. 54 Jahre Altersunterschied trennen die beiden, aber Goethe sagt sich: "Meine Liebe weiß nicht, dass ich über siebzig bin. Ich weiß es auch nicht." Blicke werden getauscht, Worte gewechselt. Doch schließlich holt sein Alter ihn ein. Auf einem Kostümball stürzt er, und bei einem Tanztee will ein Jüngerer die Ersehnte verführen. Der Heiratsantrag, den er trotzdem macht, erreicht sie erst, als ihre Mutter mit ihr nach Karlsbad weiterreisen will.

Quelle: hr online

Monika Röth (monika)
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